<zur Übersicht

Heilpflanze im Monat September

Eibisch (Althaea officinalis)

a Eibisch Bluete q

Pflanzenfamilie: Malvengewächse (Malvaceae)

Volksnamen: Heilwurz, Hilfswurz, Hustenkraut, Samtpappel, englischer Name: marsh-mallow, white mallow

Heilwirkungen: abzesserweichend, reinigend, reizlindernd, hustenlösend, mild abführend, einhüllend,

verwendete Teile: Blätter, Blüten, Wurzel

Hauptinhaltsstoffe: (vorallem in der Wurzel) SCHLEIMSTOFFE, Stärke, Gerbstoff, Pektin, Rohrzucker, Mineralstoffe, Asparagin, ätherisches Öl.

 

Die Schleimstoffe heften sich an Oberflächenzellen und bilden über den Schleimhäuten einen Schutzfilm. Zu beachten ist, daß hierdurch auch die Resorption/Aufnahme von Medikamentenwirkstoffen reduziert werden kann.

Namenserklärung:
Das Wort Eibisch war bereits im althochdeutschen gebräuchlich und ist aus dem griechischen/lateinischen ibiskom abgeleitet

 Althaea kommt vom griechischen Wort aldaino = fördern und deutet auf die Heilwirkung der Pflanze hin

Blätter q

 

 

 

Signatur: 

samtig, feinbehaarte (nicht reizende) Blätter, zart violette Blütenfarbe

Der Eibisch hat die Fähigkeit auch unter schlechten äußeren Bedingunen einen ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten.

Wissen aus alter Zeit

Volksheilkunde: Der Eibisch ist eine der wichtigsten schleimhaltigen Pflanzen und ist schon sehr lange bekannt. Die Volksmedizin setzt Eibisch-Tee und vorallem den Kaltauszug aus der Eibischwurzel bei Husten, Heiserkeit, Halsweh ein. Auch bei entzündeten Magen- und Darmschleimhäuten  und bei Magenübersäuerung wirkt er sanft beruhigend.   Die reizlinderende Wirkung des Eibisch-Schleims ist sogar wissenschaftlich anerkannt.  Äußerlich wird Eibisch als Umschlag zur Wundbehandlung eingesetzt. Er fördert die Reifung von Furunkeln und hat eine kühlend, abschwellende Wirkung bei leichtem Sonnenbrand. So lindert Eibischschleim auch den Juckreiz bei trockener, gereizter Haut und macht sie geschmeidig.

Heilsame Rezepte: KALTAUSZUG aus der Wurzel:  hierzu werden 2 Esslöffel geschnittene Eibisch-Wurzel  über Nacht mit 1/4 kaltem Wasser angesetzt. Bis zum Morgen bildet sich eine geleeartige Flüssigkeit. die abgeseiht wird. Dieser Kaltauszug enthält hauptsächlich die Schleimstoffe!  Vor dem Gebrauch wird diese Flüssigkeit nur schwach erwärmt und schluckweise getrunken. Mit Rosensirup oder einem Löffel Honig vermischt ergibt es einen wunderbarer Hustensirup, der reizlindernd und hustenlösend wirkt. Ungesüßt läßt sich dieser Schleim auch heilsam bei Entzündungen der Magenschleimhäute und des Darms anwenden.

Der im Kaltauszug gewonnene Eibischschleim sollte möglichst immer frisch hergestellt werden und den Tag über im Kühlschrank aufbewahrt werden, da er schnell zu schimmeln beginnt.

Homöopathie: Althea officinalis bei trockenem Reizhusten, Schleimhautreizungen und Entzündungen im Mund- Rachen und im Magen-Darmbereich
 
TCM: Eibisch wirkt kühlend. Die zugeordneten Organe sind Lunge und Dickdarm. Nährt das Lungen-und das Dickdarm-Yin. Hilft bei feuchter Hitze in der Blase. Kühlt das Magenfeuer
Medikamente aus der anthroposophischen Medizin: Weleda Hustenelexier enthält Eibischwurzel, Andorn, Anis, Bittersüßer Nachtschatten, Sonnentau , Thymian, u.a.  Dr.Hauschka-Produkten von Wala Mundspülung Salbei enthält u.a. auch Auszüge aus Eibischblättern. 
Literaturquellen: Die Kräuter in meinem Garten ISBN3-8289-2128-0, Die Haus-Apotheke ISBN 978-3-8094-2146-7